Gelbgebänderte Baumsteiger (Dendrobates leucomelas)

 

Der Gelbgebänderte Baumsteiger gehört zur Familie der Baumsteigerfrösche. Ihre Heimat sind die tropischen Regenwälder in Venezuela, Kolumbien und Guyana. Der tagaktive Frosch wird zwischen 3 und 4 cm groß, wobei die Männchen etwas kleiner bleiben als die Weibchen. Diese Amphibien haben eine Schwarze Grundfarbe mit gelben Streifen und Punkten. Es gibt sehr viel verschiedene Muster dieser sehr interessanten Tiere.

Für die Haltung dieser bodenorientierten Pfeilgiftfrösche sollte pro Paar eine Fläche von 50x50x50 cm angeboten werden. Neben Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen, Bromelien und Pflanzenblättern, sollten auch Äste zum Klettern vorhanden sein, da sie für ihr Leben gerne ihr Territorium beklettern bzw. auskundschaften. Das Terrarium muss auch über einen kleinen Wasserteil verfügen, da die Frösche sehr gerne baden gehen damit die Haut nicht austrocknet. Von Vorteil währe es wenn die im Terrarium vorhandenen Bromelien ständig Wasser in den Blattachseln aufweisen. Die Tiere nehmen Wasser auch über die Haut auf, man sollten die Frösche min. 2x am Tag besprühen. Eine Regenanlage ist zwar in der Anschaffung recht teuer, aber es zahlt sich richtig aus.

Es empfiehlt sich eine feste Futterstelle einzurichten, indem man einfach ein Stückchen Banane oder ähnliches ins Terrarium legt, wodurch die Fruchtfliegen ständig in der Nähe sind. Ihre Lebenserwartung liegt bei ca. 15 Jahren.

 

Terrarium:

 

50x50x50 cm sind für 3-4 Frösche ausreichend, wobei man immer darauf achten sollte dass man kein zweites Männchen im Terra hat (wenn Weibchen vorhanden sind), da sie sehr territorial sein können. Die durchschnittliche Temperatur im Terrarium sollte tagsüber 25-28 °C und nachts um die 20-23°C betragen. Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber 70 – 80 % betragen, abends 90-100 %.

Selbst habe ich ein Terra mit 80x40x50 cm zu Hause, mit 3 Exemplaren dieser Art.

 

Gift:

 

Das hochgiftige Sekret, das der Frosch über spezielle Hautdrüsen in freier Natur aussondert, wehrt einerseits Pilze und Bakterien ab, die sich sonst auf der empfindlichen Froschhaut festsetzen können. Auf der anderen Seite schützt das Gift den Frosch vor Fressfeinden. Die extreme Signalfarbe, ähnlich wie bei Wespen, wirkt im Tierreich sehr abschreckend . Das Hautsekret wurde von Indianern als Pfeilgift bei der Jagd auf Wildtiere verwendet. Deshalb werden diese und andere Vertreter der Baumsteigerfrösche auch als Pfeilgiftfrösche bezeichnet.

 

Fortpflanzung:

 

Kleine Filmdosen werden sehr gerne angenommen, da diese sehr eng sind und die Frösche sich wahrscheinlich nicht so beobachtet fühlen. Bei Dendrobates leucomelas besteht die Gefahr dass sie ihr Gelege nach einiger Zeit selbst fressen, deshalb empfiehlt es sich das Gelege 1-2 Tage nach der Eiablage aus dem Terrarium zu entfernen. Die Entwicklung der Eier (3-8) dauert ca. 2 Wochen, nach ihrem Schlupf ist es notwendig die Kaulquappen zu trennen da sie (wie fast alle Vertreter ihrer Art) kannibalisch sind. Wenn man die Quappen in Joghurt becher aufziehen will, ist es wichtig das Wasser jeden Tag zu wechseln, da ansonsten zu wenig Sauerstoff im Becher vorhanden sein kann. Gefüttert werden die Quappen ab dem 2.Tag mit Sera Mikro, oder ähnliches. Wenn dann die Jungfrösche an Land gehen sieht die Färbung noch recht verschwommen aus. Die Jungfrösche können mit Springschwänzen und kleinen Fruchtfliegen recht gut gefüttert werden. Nicht vergessen sollte man, die Futtertiere regelmäßig mit Calcium- und Vitaminpulver einzustäuben.

 

Artenschutz:

 

 

 

Nein

Meldepflicht: Ja