Stummelschwanzchamäleon (Rieppeleon brevicaudatus)

 

Rieppeleon brevicaudatus ist  mit einer Gesamtlänge von ungefähr 9 cm, wie fast alle  Stummelschwanzchamäleons sehr klein. Diese imitiert ein vertrocknetes Blatt. Der Körper ist blattförmig, hoch und seitlich stark abgeflacht, die Beine sind sehr grazil und beweglich. Der Schwanz ist dreieckig und sehr kurz. Wie alle Chamäleons ist auch diese Art dazu in der Lage, ihre Körperfarbe binnen Sekunden zu verändern, allerdings nur in Gelb-, Braun- und Grautönen über ein blasses Grün eine fast schwarzen Färbung. Je nach Stimmung und Gesundheitszustand tragen insbesondere die Männchen häufig ein marmoriert wirkendes Muster. Die Geschlechter lassen sich bei adulte Männchen an einem längeren Schwanz und eine deutlich gezacktere Rückenlinie erkennen. Auch die höhere Körperform der Weibchen kann Aufschluss über das Geschlecht geben.

 

Verbreitung:

 

Das natürliche Habitat von Rieppeleon brevicaudatus beschränkt sich auf den Osten Tansanias und den Süden, wo die Art in den durch Rodung nur noch spärlich vorhandenen Regen- und Bergwäldern in Höhenlagen zwischen 300 und 900 m vorkommt.Das Klima ist dort meist feucht und warm mit maximalen Tagestemperaturen bis 25 °C im Wald bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit. Die Tiere bewohnen fast ausschließlich die Bodenregionen bis in ca. 40 cm Höhe.

 

Terrarium:

 

Einem Männchen mit einem Weibchen sollte ein üppig bepflanztes Terrarium mit den Mindestmaßen 40×40×40 cm zur Verfügung gestellt werden. Auf genügend Kletteräste und eine mindestens 5 cm dicke Substratschicht darf auf keinen Fall verzichtet werden.

Wenn man dann auch noch eine ca. 2 cm hohe Laubschicht aus Eichen- oder Buchenlaub auf das Substrat gibt ist es für die Tiere eine perfekte Lösung sich bei Bedarf zu verstecken und zu tarnen.

Rieppeleon  brevicaudatus benötigen Temperaturen am Tag zwischen 20-25 °C und Temperaturen in der Nacht um 18-20 °C. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei70–100 % liegen was durch tägliches Besprühen des Terrariums erreicht werden  kann.

Die Frischluftzufuhr ist bei dieser Bodenbewohnenden Art besonders wichtig, und kann durch einen breiten Lochblechstreifen ohne Probleme erreicht werden.

 

Verhalten:

 

Die Art ist als sehr ruhig und verträglich bekannt. Weibchen lassen sich zumeist sehr gut miteinander vergesellschaften, Männchen sind unbedingt zu trennen, da sie keinen Konkurrenten in ihrem Revier (Terrarium) dulden.

 

Nachzucht:

 

Bei richtiger Haltung paaren sich die Tiere problemlos, und vergraben ihre Gelege (meist 2-6 Eier) im Bodensubstrat.

Die Eier können in den Inkubator als auch im temperierten Wohnzimmer bei 22–24 °C inkubiert werden. Nach etwa 50–70 Tagen schlüpfen die ca. 2 cm großen Jungtiere und können sofort nach dem Schlupf mit Drosophila oder ähnlichen gefüttert werden. Spätestens nach 10 Monaten sind dann die Tiere Geschlechtsreif.

 

Artenschutz:

 

Ja, Anhang 2

Meldepflicht: JA